Mehr als nur Fussball…. den Kindern Werte vermitteln!

Hallo liebe Leser,

Tag für Tag geht es auf den Sportplätzen der Nation nur um das Thema „Wie bringen wir die Kinder fussballerisch voran?“ Richtig! Das ist genau der Punkt wofür wir unseren „Job“ als Kinderfussballtrainer lieben. Sich den Kopf zu zermartern wie wir Spieler X nach unzähligen Versuchen vielleicht doch noch beibringen den Ball einfach quer zu legen anstatt die drei direkten Gegenspieler noch zu einem Tänzchen zu bitten. Eine Situation  die wohl jeder Trainer einer ambitionierten Jugendmannschaft kennt 😉 Aber nichts desto trotz möchte ich heute auf ein anderes Thema eingehen.

Neben unserer klassischen Tätigkeit als Fussballtrainer haben wir auch die Aufgabe die Persönlichkeit der Kinder dementsprechend positiv zu entwickeln. Über das Thema Teambuilding habe ich bereits in einem meiner früheren Blogbeiträge geschrieben. Das Ziel von mir und meinem Trainerteam lautet zusätzlich zu der fußballerischen Ausbildung eben auch die menschliche Komponente der Kinder zu schulen & zu fördern. Meiner Ansicht nach gibt es in diesen Altersklassen zwar viele gute Fußballtrainer, die den Kids fußballerisch sehr viel beibringen, allerdings bleibt bei so manchen die „Erziehungsarbeit“ auf der Strecke. Was wir zum Teil auf dem Fussballplatz erleben müssen wirft folgende Frage auf: „Wie soll ein Kind oder ein Jugendlicher Fairness oder einen respektvollen Umgang mit Mit- und Gegenspieler erlernen wenn der Trainer oder die Eltern am Spielfeldrand diese Werte mit Füssen treten?“

Welche Werte fördern wir also?

Selbstbewusstsein

Unser Fussballverein ist neben der Schule eine der wichtigsten Einrichtungen für Kinder- und Jugendarbeit. Uns sollte bewusst sein dass wir Trainer aus diesem Grund einen großen Einfluss auf die Erziehung und Entwicklung der Kinder bzw. der Jugendlichen haben. Meiner Meinung nach können wir sogar noch gezielter an der persönlichen Entwicklung der Kinder arbeiten als dies ein Lehrer tun kann! Wichtig dabei ist es den Kindern eine emotionale Basis zu bieten. Sie brauchen das Gefühl von Sicherheit. Kein Kind wird durch Kritik zu einem selbstbewussten Fussballspieler. Nur durch Lob, Aufmunterung oder die Aufforderung Dinge nochmal zu tun, die schief gegangen sind, geben Ihnen nach und nach das Vertrauen in die eigene Stärke!

Regeln und Disziplin

Neben einem gesunden Selbstbewusstsein benötigen die Spieler aber auch zwingend Regeln und Grenzen, an die sich alle im Team halten. Hier macht oft der Ton die Musik. Ein „Nein“ ist genau so gut ruhig und konsequent zu kommunizieren als dass es „gebrüllt“ werden muss. Auch hier gilt es als Vorbild für die Jungs und Mädels zu fungieren.

Verantwortung und Vertrauen

Kinder wollen spüren dass Ihr Sie bereits als Persönlichkeit seht, die auch bereits aus eigenen Erfahrungen und Handlungen lernen dürfen. Versucht doch im Training einfach mal zwei ähnliche Übungen oder Varianten bereitzuhalten und die Spieler selbst entscheiden zu lassen welche denn ausgeführt wird. Aus eigener Erahrung weiß ich, dass dies oft reibungsloser funktioniert als wenn man einen starren Weg vorgibt! Zudem genießen die Kinder das Vertauen des Trainers und wachsen an Ihren Aufgaben!

Respektvoller Umgang / Fairplay

Ein wichtiger Aspekt zur Erziehung von jungen Fussballer ist auch die Eigenschaft eines respektvollen Umgangs mit Gegnern, Mitspielern und Schiedsrichtern. So haben wir teamintern zum Beispiel die Regel dass jeder Spieler den anderen vor dem Training/Spiel per Handschlag begrüsst und danach auch wieder verabschiedet. Das muss nicht immer der klassische Handschlag sein wie unsere Jungs eindrucksvoll beweisen. Bei 9-Jährigen kann so eine Begrüssung mitunter schon recht kreativ und exklusiv ausfallen, was aber nichts an der Sache ändert! Die Tatsache dass wir unseren Gegnern nach einem Spiel (egal ob Sieg oder Niederlage) die Hand reichen haben die Jungs bereits verinnerlicht! Wenn man dann, wie kürzlich geschehen, erlebt dass ein eigener Spieler den Schiedsrichter überstimmt und ihm erzählt dass er den Ball ins aus gespielt und nicht der Gegner fühlt man sich in seiner Arbeit schon ein bißchen bestätigt!

Die Kinder Kinder sein lassen

Neben der Förderung und den Erfolgserlebnissen dürfen die Kinder natürlich Ihre spielerische Leichtigkeit nicht verlieren. In Ihrer Welt haben sie Platz für Ihre Fantasien und ihre Kreativität. Gemeinsam lachen oder mal ein Spässchen machen gehört dazu und tut den Kindern gut. Das baut emotionale Spannungen, negative Einstellungen und Stress ab. So holen sich die Kinder Kraft für neue Herausforderungen. Es geht ja nun auch nicht darum Engelchen zu erziehen. Eine gewisse Frechheit, die die Jungs an den Tag legen und natürlich auch sollen gehört im Fussball einfach dazu. Nur fröhliche Kinder sind starke Kinder! Das gilt sowohl im Leben als auch auf dem Fussballplatz….

 

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